Übersicht
Induktive Sensoren mit IO-Link-Standard v1.1.3
Mit einer IO-Link-Schnittstelle können Sensoren nahtlos in Automatisierungssysteme integriert werden. Die induktiven Näherungsschalter mit IO-Link-Schnittstelle lassen sich einfach betreiben, parametrieren und überwachen (Condition Monitoring). Sie sind sowohl im Standard-I/O-Modus (SIO) als auch im IO-Link-Modus betreibbar, was maximale Flexibilität bietet.
Der SIO-Modus ist der Standardbetrieb. Beim Anschluss an einen IO-Link-Master schaltet sich automatisch der IO-Link-Modus ein, wodurch der Sensor über den Master bedient und konfiguriert werden kann. Diese Konfigurationseinstellungen bleiben auch nach dem Ausschalten des Sensors bestehen.
Konfigurationsmöglichkeiten:
- Einstellung des Schaltabstands und der Hysterese
- Timerfunktionen für spezifische Anwendungsfälle
- Erweiterte Funktionen wie Temperaturalarme und Frequenzüberwachung
Ihr Nutzen
- Vermeidung von Maschinenstillständen: Ständige Zustandsüberwachung der Sensoren erkennt Fehler, bevor sie den Produktionsprozess stören.
- Schnelle reaktive Wartung: Sofortige Identifikation von Maschinenfehlern, was den Austausch von Sensoren erheblich beschleunigt.
- Vorausschauende Wartung ("Predictive Maintenance"): Überwachung der Betriebszeit und Temperaturbereiche, um präventive Wartungsmaßnahmen zu planen, z.B. den vorsorglichen Austausch von Sensoren.
- Remote-Anpassung der Sensoreinstellungen: Anpassung von Schaltabständen und der Hysterese an unterschiedliche Produktionsbedingungen oder bei Formatwechseln. Vollständige Konfigurierbarkeit der Schaltausgänge (Push-Pull, PNP/NPN, NO/NC) für maximale Anwendungsvielfalt.
Highlights
Monitoring der Maschine bzw. Anlage
Der Zustand der automatisierten Fertigungs- oder Logistikanlage lässt sich dank IO-Link hervorragend überwachen und steuern. Fehler lassen sich schnell erkennen und beheben – oder durch Predictive Maintenance sogar vermeiden.
Anpassung der Sensoren auf geänderte Fertigungsbedingungen
Im Falle eines geänderten Produktes oder sich veränderten Umgebungsbedingungen lassen sich die Sensoren „remote“ parametrieren. Somit werden sie ohne physischen Umbau auf die neue Situation angepasst.
Geringere Lagerkosten durch Standardisierung
Durch die Möglichkeit, das Schaltverhalten und den Schaltausgang umzuprogrammieren, kann die auf Lager liegende Sensorvielfalt deutlich verringert werden. Das spart Kosten und vereinfacht die Wartung.
Applikation
Drehzahlerfassung auf einer Antriebswelle
Anforderung:
Lösung:
Monitoring der Lage von metallischen Halbzeugen in der Produktion
Anforderung:
Lösung:
Anpassung von Schaltabstand und Hysterese bei der Anwesenheitskontrolle von Materialträgern
Anforderung:
Lösung:
Die induktiven Sensoren mit IO-Link-Schnittstelle sind in 3 unterschiedlichen Bauformen erhältlich:
- M8 aus Edelstahl für den bündigen Einbau, mit M8.3-Stecker.
- M12 aus vernickeltem Messing für den bündigen Einbau, mit M12-Stecker.
- M18 aus vernickeltem Messing für den bündigen Einbau, mit M12-Stecker.
Technische Eigenschaften
| Parameter | ISS 208MM.2/L-2E0-S8.3 | ISS 212MM.2/LX-4E0-S12 | ISS 218MM.2/LX-8E0-S12 |
| Betriebsreichweite | 0 – 2 mm | 0 – 4 mm | 0 – 8 mm |
| Ansprechzeit | ≤ 50 ms | ≤ 50 ms | ≤ 50 ms |
| Wiederholgenauigkeit | ≤ 5% | ≤ 5% | ≤ 5% |
| Hysterese | 1 – 20% | 1 – 20% | 1 – 20% |
| Schaltfrequenz | ≤2000 Hz | ≤2000 Hz | ≤1300 Hz |
| Anschlussart | M8 3-polig | M12 4-polig | M12 4-polig |
| Gehäuseabmessungen | M8 x 40 mm | M12 x 50 mm | M18 x 54 mm |
| Temperaturbereich | - 25°C … + 80°C | - 40°C … + 70°C | - 40°C … + 70°C |
| Schutzart | IP 67 | IP 67 | IP 67 |