Multitalent zum Detektieren und Messen: der neue ODT 3C

In der Industrie gibt es viele Prozesse, bei denen es nicht nur darauf ankommt, ob ein Objekt vorhanden ist, sondern es muss auch in einer bestimmten Position oder Entfernung zur Maschine auf dem Transportband liegen. Auch die Prüfung, ob ein Objekt vereinzelt oder übereinanderliegend auf dem Förderband liegt, kann elementar für die weiteren (Verpackungs-)Prozessschritte sein. Um diese Aufgabenstellungen mit nur einem einzigen Sensor auszuführen, muss dieser sowohl schaltende als auch messende Informationen an die Maschinensteuerung liefern. Dies haben wir bei der Entwicklung des neuen ODT 3C realisiert.

Der ODT 3C ist zugleich ein schaltender und ein messender Sensor. Damit ist er ideal geeignet für Applikationen, bei denen es sowohl um Detektions- als auch um Messaufgaben geht. So können unsere Kunden ab sofort diese beiden Aufgabenstellungen komfortabel und effektiv mit nur einem einzigen Sensor lösen.
Mit dem neuen ODT 3C.

Ihr Nutzen

  • 2in1-Sensor: Lösung von Detektions- und Messaufgaben mit nur einem Sensor
     
  • Messwertübertragung in den Prozessdaten mit IO-Link
     
  • Tastweiteneinstellung über die Teach-Taste, Leitung oder IO-Link
     
  • Hervorragendes Schwarz-Weiß-Verhalten (< ± 3 mm bei 150 mm)
     
  • Vorteil Sensor mit IO-Link: Umfangreiche Diagnosedaten vom Gerät, z.B. Temperaturwert, Signalqualität und Warnung
     
  • Remote-Setting: Tastweiteneinstellung mit numerischer Eingabe über IO-Link (z.B. 100 mm)
     
  • Geräte besitzen zwei unabhängige Schaltausgänge (OUT1 & OUT2)
     
  • Aktive Fremdlichtunterdrückung: Keine Fehlschaltungen trotz direktem Licht von LED-Hallenbeleuchtungen
     
  • Varianten mit Warnausgang (als OUT2) verfügbar
     
  • IO-Link Varianten mit SmartSensorProfil gemäß Ed. 2 V1.1 (2021)
     
  • Schutz gegen Manipulation über Sperre des Bedienelements
     
  • Rundum gut sichtbare Status-LEDs
     
  • Geräteeigene IO-Link Funktionsbausteine für Siemens, Beckhoff & Rockwell usw. verfügbar

Applikationen

Teigschlaufenregelung im Bereich Backwarenindustrie

Anforderung:

In der Lebensmittelindustrie wird an einer Maschine Teig ausgerollt und später zu Backwaren weiterverarbeitet. An der Maschine wird der Teig dazu präzise auf die erforderliche Plattenstärke ausgewalzt. Beim Übergang des Teigs auf das Förderband muss er seine Form unverändert beibehalten. Dies soll mit Hilfe eines Sensors überwacht werden. Als Messgröße dient hierzu der Abstand des Teigs zum Sensor, der konstant zwischen 100 und 120 mm betragen muss.


Lösung:

Der neue Sensor ODT 3C wird am Ausgang der Walz-Maschine oberhalb der Teigschlaufe positioniert und zeigt so von oben auf die von der Maschine kalandrierte Teigfläche, um einen Abstandswert an die übergeordnete SPS zu liefern. Ziel ist, den Teig in einem optimalen Abstandsbereich zwischen 100 und 120 mm zu regeln. Sollte der Sensor einen Messwert außerhalb dieses Soll-Bereichs ermitteln, wird die Bandgeschwindigkeit durch die Förderband-Motoren entsprechend angepasst.
Die Auswertung des Messwerts erfolgt via IO-Link in die Prozessdaten. Zusätzlich werden Diagnose-Daten per IO-Link für Industrie 4.0-Zwecke an die Steuerung übermittelt.

Stapelpositionierung in der Getränke-/Verpackungsindustrie

Anforderung:

In der Getränkeindustrie werden die abgefüllten Flaschen häufig in einer Karton-Verpackungsmaschine mit einer Sekundärverpackung versehen und so zu einem Gebinde für den Verkauf zusammengeführt und gebündelt. Die auf einem Stapel vorbereiteten Kartonzuschnitte müssen dazu automatisiert abgestapelt, vereinzelt und anschließend dem Klebe- und Faltprozess zugeführt werden. Um die nachgelagerten Prozessschritte optimal ausführen zu können, muss der Kartonstapel an einer bestimmten Stelle des Förderbandes positioniert und anschließend auf einen definierten Abstand zum seitlich sitzenden Sensor geregelt werden.

Lösung:

Der Kartonstapel kann mit Hilfe des neuen ODT 3C an der Längsseite auf Anwesenheit (schaltende Sensorfunktion) hin geprüft und anschließend an der Kante der Stapellasche auf einen definierten Abstand (z.B. 120 mm) mittels Messwertes (messende Sensorfunktion) kontinuierlich positioniert werden.

Qualitäts- und Objekthöhenkontrolle auf dem Förderband

Anforderung:

In der Lebensmittelindustrie sollen die hergestellten Produkte (z.B. Schokoladenriegel) vereinzelt auf dem Förderband laufen. Dazu muss überwacht werden, ob es Objekte gibt, die aufeinander liegen und somit nicht für die Weiterverarbeitung (z.B. Verpacken) verwendet werden können.

Lösung:

Der neue Sensor ODT3C ist knapp über dem Förderband von oben auf die Produkte schauend eingebaut. Er detektiert die Objekte (schaltende Sensorfunktion) und misst deren Höhe (messende Sensorfunktion). So wird sichergestellt, dass sie vereinzelt auf dem Förderband laufen, nicht aufeinander liegen und somit für den Verpackungsprozess verwendet werden können.

Highlights

2in1: Detektieren und Messen mit einem Sensor

Lösung von Detektions- und Messaufgaben mit nur einem Sensor – dies spart Zeit und Kosten bei der Beschaffung, Installation und Inbetriebnahme sowie im laufenden Betrieb.

Umfangreiche Diagnosedaten mit IO-Link

Umfangreiche Diagnosedaten vom Gerät, z.B. Temperaturwert, Signalqualität, Objektzähler und Warnung. Messwertübertragung in IO-Link zur Überwachung eines bestimmten Fensterbereichs.

Tastweiteneinstellung über Remote

Über IO-Link kann die Tastweite numerisch (z.B. 100 mm) eingestellt werden (Remote Set Distance). Die Gerätekalibrierung ermöglicht außerdem eine hohe Genauigkeit bei der Einstellung über Remote. Dadurch ergibt sich sowohl bei der Einstellung über IO-Link als auch beim Gerätetausch im Ersatzteilefall eine nahezu remissionsunabhängige Einstellung der Schaltpunkte im Gerät. Die hohe Genauigkeit sowie die Gerätekalibrierung sind auch beim Gerätetausch äußerst vorteilhaft, da die Voreinstellung verlustfrei über IO-Link an das neue Gerät übertragen werden kann, ohne einen erneuten Teach durchführen zu müssen.

Aktive Fremdlichtunterdrückung

Die neuen Sensoren der Baureihe ODT 3C verfügen über eine aktive Fremdlichtunterdrückung (FW1,5). Der Sensor ist unempfindlich gegenüber direktem Licht von LED-Hallenbeleuchtungen, es kommt zu keinen Fehlschaltungen. Damit ist die Funktionssicherheit des Sensors deutlich erhöht.

Technische Eigenschaften

  Abmessungen 11 x 34 x 18mm (BxHxL)
Betriebsreichweite 10 … 150 mm
Messbereich 30 … 150 mm
Auflösung 1 mm
Genauigkeit < +- 3 mm bei 150 mm (6% … 90% Remission
Schutzklassen IP67, IP69K
Umgebungstemperaturen -40°C bis 60°C
Anschlüsse M8/M12- und Kabelvarianten
Varianten Rotlicht