Zugangsüberwachung an mehrspurigen Transportanlagen

Die zunehmende Automatisierung von Maschinen und Anlagen stellt erweiterte Anforderungen an die notwendigen Sicherheitskonzepte. Klassische Konzepte, wie z.B. Muting, stoßen hier oft an ihre Grenzen. Unsere innovativen Sicherheitslösungen garantieren auch bei automatisierten Abläufen lückenlose Sicherheit, einen effizienten Materialfluss und eine hohe Verfügbarkeit Ihrer Anlage.

Mehrspurige Transportanlagen erstrecken sich häufig über viele Meter. Gängige Sicherheitskonzepte erfordern dann einen hohen Aufwand, um den Zugang zum Gefahrenbereich zu sichern. Der Mangel an wirtschaftlichen Sicherheitskonzepten führt in der Praxis zu Kompromissen, die ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Disziplin vom Bedienpersonal erfordern. Speziell während der Materialausschleusung können sicherheitstechnische Lücken entstehen, z.B. seitlich neben der aktiven Spur. Dem Betriebspersonal wäre es dann technisch möglich, während des Transportprozesses in den Gefahrenbereich zu gelangen. Werden zusätzlich organisatorische Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt, reduzieren diese zudem oft die Anlagenauslastung. Unsere Sicherheits-Lösung für mehrspurige Transportanlagen ist speziell auf diese Anwendungsfälle optimiert. Mit geringem Installationsaufwand garantiert ihr innovatives Sicherheitskonzept lückenlose Sicherheit und eine hohe Auslastung der Anlage.

Anforderung:

Die Ausgabe der Paletten erfolgt auf einzelnen Bahnen, die über einen Querförderer beschickt werden. Der Querförderer und der dahinterliegende Bereich sollen gegen den Zugang von Personen abgesichert werden. Die Schutzeinrichtung soll jeweils nur die Bahn freigeben, auf der die Palette ausgegeben wird.

Lösung:

Die Zugangssicherung erfolgt über zwei vertikal ausgerichtete Sicherheits-Laserscanner. Das Sicherheitssystem erhält von der Anlagensteuerung die Information, auf welcher Bahn die Palette ausgegeben wird und passt das Schutzfeld für die Durchfahrt der Palette entsprechend an. Der gesamte Ablauf wird sicherheitstechnisch überwacht.

Funktionsprinzip:

Zwei Sicherheits-Laserscanner erzeugen ein vertikales Schutzfeld, welches vor dem Gefahrenbereich der Transportanlage installiert wird. Für die Spur, auf der Material ausgegeben werden soll, wird von der SPS kurz vor Erreichen des Schutzfeldes ein Freigabesignal gesendet. Die Sicherheits-Lösung gibt nun für die gewünschte Spur in dem Schutzfeld ein Fenster von vordefinierter Größe frei, durch welches das Material unterbrechungsfrei gefördert werden kann. Alle anderen Spuren sind durch das Schutzfeld weiterhin gesichert.
Nachdem das Material das geöffnete Schutzfeld-Fenster passiert hat, wird das Schutzfeld wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückgesetzt.

Ihr Nutzen im Überblick

  • Optimale Anlagenauslastung durch automatischen Wiederanlauf der Maschine ohne manuelle Bedienereingriffe
  • Hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit
  • Geringer Serviceaufwand
  • Optimaler Manipulationsschutz
  • Einfache Einbindung in den Sicherheitskreis der übergeordneten Steuerung

Systemkomponenten und Sicherheitsparameter

Sicherheits-Sensor: Sicherheits-Lichtvorhang MLC 500, mit Gerätesäulen zur Bodenbefestigung
Induktionsschleifen-Set mit Auswerteeinheit
Systemsteuerung: Sicherheits-Steuerung MSI 400
Leuze Sicherheitsprogramm
PL d nach ISO 13849-1, SILCL 2 nach IEC 62061
2-kanaliger Sicherheitsausgang