4.2.1 Auswahl und Anwendung optoelektronischer Schutzeinrichtungen

Nachfolgend wird vorausgesetzt, dass eine Risikobeurteilung z. B. nach EN ISO 12100 durchgeführt worden ist (siehe Kapitel 2.3 bzw. 3.3) und als Maßnahme zur Risikominderung eine optoelektronische Schutzeinrichtung ausgewählt worden ist.


Generelle Sicherheitshinweise:

  • Optoelektronische Schutzeinrichtungen schützen nicht vor Verletzungen durch herausgeschleuderte Teile oder Emissionen der Maschine.
  • Die Maschine muss ein Stoppen der gefahrbringenden Bewegung zu jedem Zeitpunkt des Arbeitszyklusses zulassen.
  • Optoelektronische Schutzeinrichtungen sind so zu montieren, dass ein Zuriff / Zugang zur Gefahrstelle nur durch das Schutzfeld hindurch möglich ist. Übergreifen, Untergreifen, Hintertreten muss durch zusätzliche Schutzeinrichtungen (z. B. trennende Schutzeinrichtungen, Kapitel 4.3) verhindert sein.
  • Bei der Gefahrstellensicherung (Finger- und Handschutz) und Gefahrbereichssicherung darf sich keine Person unerkannt im Gefahrbereich aufhalten können. Gegebenenfalls sind zusätzliche Schutzeinrichtungen, wie z. B. Hintertretschutz durch einen Host-/ Guest-Lichtvorhang vorzusehen.
  • Der Sicherheitsabstand von Schutzeinrichtung zur Gefahrstelle muss so groß sein, dass die gefahrbringende Bewegung zum Stillstand gekommen ist, bevor ein Körperteil der Person die Gefahrstelle erreichen kann (siehe Kapitel 4.2.1).
  • Reflektierende Flächen in der Nähe von optoelektronischen Schutzeinrichtungen können durch Umspiegelung der Strahlen der Schutzeinrichtung dazu führen, dass Objekte im Schutzfeld nicht erkannt werden. Um dies zu vermeiden, ist ein entsprechender Mindestabstand gemäß Betriebsanleitung einzuhalten.