Berechnungsformel für den Mindestsicherheitsabstand für BWS mit rechtwinkliger Annäherung bezüglich Durchgreifen (Gefahrstellensicherung):

Für Applikationen von optoelektronischen Schutzeinrichtungen mit Annäherungsrichtung des Körperteils in einem Winkel von größer 30° bis 90° zur Schutzfeldebene gelten folgende Berechnungsformeln:

 

S für Schutzeinrichtung mit Detektionsvermögen d (Auflösung) ≤ 40 mm:

S = (2000 x T) + 8 x (d – 14)


Achtung:
 

S muss immer mindestens 100 mm sein. Ergibt die Berechung ein S > 500 mm, darf die Berechung erneut mit
K = 1600 mm/s durchgeführt werden. In diesem Fall muss S mindestens 500 mm betragen.

Werden berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen auch zum Steuern der Maschine verwendet (Sicherheits-Lichtvorhänge mit Eintakt- oder Zweitaktfunktion), muss ihre Auflösung ≤ 30 mm betragen. Ein Mindestabstand S von 150 mm darf unabhängig von der Rechnung nicht unterschritten werden. Bei d = 14 mm beträgt dieser Mindestabstand 100 mm.


Achtung:
 

Maschinenspezifische Vorschriften wie z. B. die EN 692 oder die EN 693 können für S von der Formel abweichende Werte vorschreiben.

 

S für Schutzeinrichtung mit 40 < d ≤ 70 mm:

Solche Schutzeinrichtungen dürfen nur angewendet werden, wenn die Risikobeurteilung ergibt, dass ein Eindringen der Hände nicht detektiert zu werden braucht. Der zu addierende Zuschlag von 850 mm entspricht der Armlänge:

S = (1600 x T) + 850 mm


Achtung:
 

Höhe oberster Strahl der Schutzeinrichtung ≥ 900 mm

Höhe niedrigster Strahl der Schutzeinrichtung ≤ 300 mm

a = Sicherheitsabstand S bzw. DS
b = Maßnahmen gegen Eingriff von oben
c = Maßnahmen gegen Eingriff von den Seiten
d = Maßnahmen gegen Eingriff von der Rückseite
e = Maßnahmen gegen Eingriff von unten
f = 75 mm Maximalabstand zur Vermeidung von Hintertreten.
Falls wegen des Sicherheitsabstandes dieser Wert nicht erreicht werden kann, müssen andere Maßnahmen, z. B. mechanische Barrieren, für den erforderlichen Abstand von max. 75 mm sorgen
g = Höhe unterster Strahl über Bezugsebene
h = Höhe oberster Strahl über Bezugsebene

Abb. 4.2.1-4: Annäherung des Körperteils rechtwinklig zur Schutzfeldebene