Mobiler Roboter AGV in Produktionsumgebung mit Werkstückträger und Sensoren zur Detektion und Navigation

Sicherheit und Fahrwegsicherung für mobile Roboter und FTS

Insbesondere bei mobilen Robotern und fahrerlosen Transportsystemen stellt die Arbeitssicherheit aufgrund der autonomen Fahrbewegung ein zentrales Anwendungsfeld dar. Dies gilt sowohl für den Bereich unmittelbar um das Fahrzeug als auch für Übergabe- und Interaktionszonen. Eine flexible Anpassung der Sicherheitszonen an unterschiedliche Betriebs- und Umgebungsbedingungen ist dabei von entscheidender Bedeutung.

Da Personen den Fahrweg an jeder Stelle kreuzen können, müssen entlang der gesamten Fahrstrecke hohe Sicherheitsanforderungen erfüllt werden. Eine zuverlässige Bereichsabsicherung wird bei mobilen Robotern häufig mithilfe von Sicherheits-Laserscannern realisiert. Sie ermöglichen eine normgerechte Überwachung der Fahrzeugumgebung und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Gewährleistung der Arbeitssicherheit bei mobilen Robotern.


Personenschutz und Sicherheit entlang des Weges

Mit der zunehmenden Automatisierung industrieller Arbeitsabläufe gewinnen die Arbeitssicherheit und der Schutz von Personen kontinuierlich an Bedeutung. Grundlage für die Auslegung sicherer Maschinen und Anlagen ist eine systematische Risikobeurteilung, bei der potenzielle Gefährdungen identifiziert und bewertet werden. Dabei sind zahlreiche Normen und Standards zu berücksichtigen. Für die Berechnung des erforderlichen Sicherheitsabstands ist insbesondere die Norm EN ISO 13855 maßgeblich, die die Positionierung von Schutzeinrichtungen im Hinblick auf die Annäherungsgeschwindigkeit von Personen festlegt.


Sensor-Applikationen im Detail

Sicherheitslaserscanner RSL  mit Navigation auf Fahrerlosem Transportfahrzeug im Lager mit Sensoren zur Fahrwe

1. Sicherung des Fahrwegs und Navigation

Anforderung:

Wird das Prinzip der „Natural Navigation“ verwendet, soll der Sicherheits-Sensor neben der Sicherung des Fahrwegs bei unterschiedlichen Fahrsituationen kombiniert mit den Messdaten für die Navigationssoftware zur Umgebungserfassung bereitstellen.

Lösung:

Der Sicherheits-Laserscanner RSL 200 / RSL 400 vereint Sicherheitstechnik und hochwertige Messwertausgabe (Navigation) in einem Gerät. Er verfügt über bis zu 100 konfigurierbare und umschaltbare Feldpaare. Die Messdaten besitzen eine hohe Winkelauflösung von 0,1° bzw. 0,2°, wodurch sich eine sehr genaue Karte der Umgebung für autonome Fahrzeuge erstellen lässt. Alternativ wäre ein Gerät nur zur Navigation nötig.

Sicherheitsloesung einer Uebergabestation von FTS auf stationaeren Roboter mit dynamischer Schutzfeldanpassung bei Durchfahrt mit Sicherheitslaserscanner RSL

2. Sicherung der Übergabestation

Anforderung:

Der Gefährdungsbereich des Roboters und der Arbeitsbereich der Übergabestation sollen während des gesamten Prozesses gegen Zugang von Personen gesichert werden. Dabei soll das Fahrzeug den Arbeitsbereich vollautomatisch befahren und verlassen können.

Lösung:

Der gesamte Bereich der Übergabestation als Safety-Lösung wird durch Sicherheits-Laserscanner RSL abgesichert. Ihre Schutzfelder erkennen den Zugang und die Anwesenheit von Personen. Bei Durchfahrt eines FTS wird der Umriss des FTS dynamisch erkannt und aus den Schutzfeldern ausgeblendet. So kann das FTS automatisiert in die Station einfahren, an der Parkposition das Material übergeben, und anschließend die Station wieder verlassen So bleibt die Station jederzeit optimal gesichert.

> Mehr zu Safety Solutions

Kompakte Sicherheitssteuerung MSI zur Integration und Auswertung sicherheitsrelevanter Daten des Fahrzeugs

3. Sicherheitsfunktion auf dem Fahrzeug

Anforderung:

Mit einem Safety-Controller sollen sicherheitsrelevante Parameter wie Geschwindigkeit, Lenkwinkel und weitere Fahrzustandsdaten erfasst und überwacht werden, um die funktionale Sicherheit und den personensicheren Betrieb des FTS/AMR zu gewährleisten.

Lösung:

Die kompakte und modular erweiterbare Sicherheitssteuerung MSI 400 ermöglicht die intuitive, lizenzfreie Programmierung sicherheitsgerichteter Funktionen unter Einbindung mehreren Sicherheitssensoren. Damit eignet sie sich optimal insbesondere für mobile Roboter oder AGVs.


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Häufige Fragen zur Sicherheit bei mobilen Robotern

Zur Kollisionsvermeidung kommen in Fahrtrichtung angeordnete Distanzsensoren zum Einsatz, die herannahende Hindernisse erkennen und bei Unterschreiten eines definierten Sicherheitsabstands ein Signal zum kontrollierten Abbremsen des AGV auslösen. Bei sehr niedrigen Fahrgeschwindigkeiten kann die Sicherheit zusätzlich durch Bumperkontakte gewährleistet werden, die im Kollisionsfall den Roboter unmittelbar zum Stillstand bringen.

Die Art der Bewegung sowie der Einsatzbereich des Roboters sind entscheidende Faktoren für die Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen. Lineare Bewegungen können beispielsweise durch trennende Schutzeinrichtungen wie Schutzzäune oder berührungslos wirkende Schutzeinrichtungen (z. B. Lichtvorhänge) abgesichert werden. Frei verfahrende autonome mobile Roboter (AMR) hingegen müssen mit Sensoren zur Bereichsüberwachung ausgestattet sein. Hierzu werden insbesondere messende Schutzeinrichtungen, wie Sicherheitslaserscanner, eingesetzt, die Hindernisse und Personen im Fahrbereich erkennen und eine sichere Reaktion des Roboters gewährleisten.

Zur Vermeidung von Kollisionen wird das AGV mit in Fahrtrichtung ausgerichteten, messenden Sensoren ausgestattet. Diese erfassen Hindernisse im Fahrbereich und initiieren bei einer Annäherung eine automatische Bremsreaktion. Bei sehr niedrigen Fahrgeschwindigkeiten kann alternativ oder ergänzend eine Absicherung über Bumperkontakte erfolgen, die bei einem physischen Kontakt eine sofortige Stillsetzung des Roboters auslösen.

Zur sicheren Navigation und Kollisionsvermeidung wird die Umgebung des AMR, AGV oder FTS – mindestens jedoch der Bereich in Fahrtrichtung – mithilfe messender Sensorik kontinuierlich überwacht. Dadurch können sowohl Hindernisse als auch Personen im Fahrbereich erkannt werden.

Um unnötige Stillstandszeiten zu minimieren, werden softwarebasierte Schutzfelder bzw. Erfassungszonen definiert, innerhalb derer erkannte Objekte hinsichtlich ihrer Relevanz für den Fahrbetrieb bewertet werden. Die Reaktion des Systems erfolgt in der Regel abhängig vom erfassten Abstand in mehreren Stufen: In der ersten Stufe wird die Fahrgeschwindigkeit reduziert und ein Warnsignal ausgegeben. Wird ein kritischer Sicherheitsabstand unterschritten, erfolgt in der zweiten Stufe eine automatische Stillsetzung des Fahrzeugs.