Sensorlösungen für Stetigförderer

Stetigförderer sorgen für einen kontinuierlichen Warenfluss. Für den zuverlässigen Betrieb der Anlagen müssen die Anwesenheit von  Paletten und Behältern erkannt, Abmessungen und Füllstände kontrolliert sowie Barcodes zuverlässig eingelesen werden. So wird ein reibungsloser Produktionsablauf gewährleistet.

Unser umfangreiches Sensor Portfolio bietet eine sichere und schnelle Objekterkennung. Zudem schützt es Mensch und Anlage.  Individuell einsetzbare Leseprinzipien wie Barcode, 2D-Code und RFID garantieren höchste Flexibilität. Selbst bei glänzenden, dunklen oder umstretchten Gebinden bieten unsere Sensoren mit ihrer hohen Leistungsreserve eine zuverlässige Detektion – auch unter rauen Umgebungsbedingungen. Durch die intelligente  Befestigungstechnik, die einfache Justage und die einfache Einbindung in bestehende Systeme über Feldbusschnittstellen wie z. B. PROFINET lassen sich unserer Sensoren zudem schnell in  Betrieb nehmen.

[01] Erkennen von umschrumpften Paletten

Anforderung:
Die mit Folie umwickelten oder umschrumpften Paletten sollen über die gesamte Länge zuverlässig erkannt werden. Dabei darf das Ausgangssignal des eingesetzten Sensors keine Schwankungen aufzeigen.

Lösung:
Die Reflexions-Lichtschranken PRK 46C.D und PRK 25C.D sind für den Einsatz an Rollenbahnen optimiert. Sie bieten speziell bei folienumwickelten und umschrumpften Paletten eine hohe Funktionssicherheit. So erzeugt der Sensor ein stabiles Ausgangssignal, solange sich das Objekt im Erfassungsbereich befindet.

[02] Erkennen von Paletten

Anforderung:
Alle Arten von Paletten sollen zuverlässig über die gesamte Länge erkannt werden. Auch defekte Paletten oder Durchbrüche an Paletten sollen zulässig sein.

Lösung:
Die Reflexions-Lichtschranken RK 46C erkennen auch Objekte mit unregelmäßigen Formen und Durchbrüchen zuverlässig. Dazu verwenden die Geräte ein leistungsfähiges, 60 mm breites Lichtband.

[03] Erkennen von Paletten von unten

Anforderung:
Über eine Förderanlage laufen verschiedene Palettentypen, die sicher von unten erkannt werden sollen. Dabei dürfen die hochfrequente Hallenbeleuchtung und Schmutzpartikel den Sensor nicht beeinträchtigen. Zudem soll die Sensorik bei der Installation der Förderstrecke keine zusätzlichen Arbeiten benötigen.

Lösung:
Die Lichttaster der Serie HT 25C werden bereits beim Hersteller der Fördertechnik im Innenbereich des Förderers mittels eines Spezialhalters montiert. Dieser verfügt über eine integrierte Frontscheibe zur Ableitung von Schmutzpartikeln. Durch die spezielle Fremdlichtparametrierung der Sensoren werden Fremdlichtquellen effizient ausgeblendet.

[04] Breiten- und Höhenkontrolle

Anforderung:
Bevor eine Palette in die Fördertechnik oder das Lagersystem eingeschleust werden kann, müssen die Abmessungen der beladenen Palette geprüft werden.

Lösung:
Die schaltenden Lichtvorhänge CSL 710 prüfen die Abmessungen der beladenen Palette. Durch unterschiedliche Auflösungen und Messfeldlängen sowie 4 konfigurierbare  Ein- / Ausgänge lassen sich die Geräte optimal an die Applikation anpassen und durch das integrierte Display einfach ausrichten.

[05] Zugangssicherung mit Muting

Anforderung:
Die Zugangssicherung an der Förderstrecke soll den Zutritt von Personen zu dem Gefahrenbereich verhindern und gleichzeitig die Durchfahrt des Förderguts ermöglichen.

Lösung:
Die Muting-Funktion überbrückt den Sicherheits-Sensor in kontrollierter Weise für die Durchfahrt des Förderguts. Diese Funktion ist in den Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken MLD 300/500 und den Sicherheits-Lichtvorhängen MLC 500 bereits integriert.

[06] Zugangssicherung mit Smart Process Gating

Anforderung:
Die Zugangssicherung an der Förderstrecke soll den Zutritt von Personen zu dem Gefahrenbereich verhindern und gleichzeitig die Durchfahrt des Förderguts ermöglichen. Dabei soll die Sicherheitstechnik möglichst wenig Platz benötigen.

Lösung:
Bei Smart Process Gating erfolgt die Überbrückung des Sicherheits-Sensors in Verbindung mit einem Steuersignal von der SPS. Die Funktion ist im Sicherheits-Lichtvorhang MLC 530 SPG enthalten. Zusätzliche Muting-Sensoren entfallen, und die Anlagen können durch SPG besonders platzsparend gestaltet werden.

[07] Codelesung an der Palette

Anforderung:
Während des Wareneingangs oder des Warenausgangs soll der Warencode eingelesen und an das übergeordnete System übergeben werden. Dabei kann die Position des Labels variieren.

Lösung:
Für die Lesung des Code-Labels bei variierender Position werden mehrere Barcodeleser der Baureihe BCL 500i / 600i  eingesetzt. Über den integrierten Switch können die Geräte sowohl untereinander als auch über eine Linienstruktur direkt an die Steuerung angebunden werden. 

[08] Erkennen von Behältern und Tablaren

Anforderung:
Ein Behälter oder ein Tablar soll während des Vorbeifahrens sicher erkannt werden. Die verwendeten Sensoren sollen einfach zu montieren und anzuschließen sein.

Lösung:
Die optischen Sensoren der Serie 5 werden mit ihrer kompakten kubischen Bauform für leistungsfähige und kostenoptimierte Standard-Detektionsaufgaben eingesetzt. Die integrierten M3-Metallgewindehülsen und der flexible Kabelabgang nach unten oder nach hinten erleichtern die Montage auch bei beengten Einbausituationen.

[09] Erkennen des Schließzustands von Stauklappen

Anforderung:
Für den Stopp der Behälter ist der Schließzustand der Stauklappe zu prüfen.

Lösung:
Die induktiven Sensoren der Serie IS 244 erkennen den Schließzustand der Stauklappe. Für den Anschluss stehen Versionen mit M12-Stecker oder komfortablem Klemmraum zur Verfügung.

[10] Codelesung an Behältern und Tablaren

Anforderung:
Die auf den Behältern oder Tablaren angebrachten Barcodes sollen gelesen und die Informationen über einen Feldbus an die Steuerung übergeben werden. Dabei muss der Codeleser auch zwischen Förderstrecken montiert werden können.

Lösung:
Die Barcodeleser der Baureihen BCL 200i und BCL 300i lassen sich durch ihre minimale Lesedistanz von nur 40 und 20 mm mit geringem Abstand zum Code montieren. Mit ihrem integrierten Switch lassen sich Linienstrukturen in allen ethernet-basierten Feldbussen aufbauen. Die Parametrierung erfolgt dabei über die Steuerung. 

[11] Identifikation von Behältern

Anforderung:
In rauer oder verschmutzter Umgebung sollen die Behälter identifiziert werden.

Lösung:
Die RFID-Schreib-Lesegeräte RFM 32 und RFM 62 lesen die Informationen der RFID-Transponder, die an den Behältern angebracht sind. Die kontaktlose RFID-Technologie arbeitet auch in verschmutzten Umgebungen zuverlässig. Mit Leseabständen bis zu 400 mm können die Lesegeräte dabei sehr flexibel in die Fördertechnik integriert werden.

[12] Prüfung ‚Behälter leer‘

Anforderung:
Zur erneuten Verwendung eines Behälters muss überprüft werden, ob sich noch Gegenstände im Behälter befinden.

Lösung:
Die Lichtschnittsensoren LRS 36 verwenden eine Laserlinie zur tastenden Objekterkennung. So lässt sich die Anwesenheit von Objekten im Behälter zuverlässig bestimmen.

[13] Codelesung von direkt auf den Karton gedruckten Codes

Anforderung:
Ein direkt auf den Karton gedruckter Barcode soll gelesen werden. Die gelesene Information muss anschließend an eine Steuerung übergeben werden.

Lösung:
Die Barcodeleser der Baureihe BCL 300i mit speziel-ler Optik für Ink-Jet gedruckte Codes lesen die Codes auf den Kartons. Durch den integrierten Switch lassen sich die Geräte einfach in Linienstrukturen ethernet-basierter Feldbusse integrieren. Die Parametrierung erfolgt dabei über die Steuerung.

[14] Codelesung auf der Oberseite von ausgerichteten Kartons

Anforderung:
Beim Warenausgang von Versandhandel und E-Commerce soll der Barcode auf den Versandetiketten gelesen werden. Die ausgerichteten Kartons unterscheiden sich dabei meist deutlich in ihren Abmessungen. Die gelesenen Informationen sollen an eine Steuerung übergeben werden.

Lösung:
Die Barcodeleser der Baureihe BCL 600i lesen die Codes auf Kartons von oben. Sie arbeiten mit blauem Laserlicht für mehr Tiefenschärfe bei kleinen Modulstärken und benötigen so keine teure Fokusverstellung. Über die integrierten Feldbus-Schnittstellen lassen sich die Geräte einfach in die Steuerung einbinden.

[15] Codelesung auf der Oberseite von nicht ausgerichteten Kartons

Anforderung:
Beim Warenausgang von Versandhandel und E-Commerce soll der Barcode auf den Versandetiketten gelesen werden. Die nicht geführten Kartons unterscheiden sich dabei meist deutlich in ihren Abmessungen und in ihrer Orientierung. Die gelesenen Informationen sollen an eine Steuerung übergeben werden.

Lösung:
Das modulare Scanner-Portal MSPi nutzt mindestens zwei zueinander ausgerichtete Barcodeleser für das Lesen nicht ausgerichteter Barcodes. Bei Bedarf bieten wir auch auf Ihre Anwendung zugeschnittene Portal-Konfigurationen an. Über die integrierte Feldbus-Schnittstelle lassen sich die Portale einfach in die Steuerung einbinden.

[16] Manuelle Codelesung

Anforderung:
Während der Kommissionierung sollen die Warencodes gelesen und an das Warenwirtschaftssystem übergeben werden.

Lösung:
Die mobilen Barcode leser der Baureihe IT 1472Xg lesen alle in der Lagerwirtschaft und Logistik gängigen Barcodes. Je nach Einsatzbereich sind Ausführungen mit Kabelanschluss oder Funkübertragung verfügbar.

[17] Konturprüfung

Anforderung:
Der auf der Fördertechnik transportierte Karton soll zum Palettieren automatisch gegriffen werden. In einer weiteren Anwendung soll erkannt werden, ob der Karton unversehrt und geschlossen ist. Für beide Anwendungen muss die Kontur des Kartons geprüft werden.

Lösung:
Das 3D-Konturmess-system CMS 700i erfasst im Durchlauf Länge, Breite, Höhe, Überstände, Ausbauchungen und Lage beliebiger Objekte – unabhängig von deren Form und Oberfl ächenbeschaffenheit. Auch Polybags werden prozesssicher erfasst. Das Komplettsystem beinhaltet unter einer Artikelnummer alle Komponenten für die Installa-tion und den Betrieb.

[18] Erkennen von Polybags

Anforderung:
Auf einer Bandförderanlage sollen Polybags über ihre gesamte Länge bei einer Geschwindigkeit von bis zu 2,5 m/s sicher erkannt werden.

Lösung:
Die Reflexions-Lichtschranken der Serie RK 46C erkennen Objekte bereits ab einer Größe von 5 mm zuverlässig auf einer Bandförderanlage. Dazu verwenden die Geräte ein 25 mm breites, leistungsfähiges Lichtband. Durch die hohe Schaltfrequenz von 250 Hz erkennen die RK 46C Objekte auch bei hohen Fördergeschwindigkeiten.