Mobiler Roboter AGV in Produktionsumgebung mit Werkstückträger und Sensoren zur Detektion und Navigation

Detektion und Positionierung für mobile Roboter und FTS

In automatisierten Abläufen übernehmen Sensoren die Funktion der „Augen“ des Automatisierungssystems und erfüllen eine Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben. Sie ermöglichen beispielsweise die Erkennung von Objekten, die Überwachung von Positionen, die Identifikation von Komponenten sowie die präzise Ausrichtung und Positionierung entlang der X- und Y-Achse.

Für diese unterschiedlichen Anforderungen stehen zahlreiche Sensortechnologien zur Verfügung. Je nach Einsatzgebiet kommen unter anderem Lichttaster, Ultraschallsensoren, optische Abstandssensoren, Positionssensoren sowie Induktivsensoren zur Endlagenerkennung zum Einsatz. Die Auswahl der geeigneten Technologie erfolgt abhängig von den Umgebungsbedingungen, der erforderlichen Genauigkeit und der jeweiligen Automatisierungsaufgabe.


Sensor-Applikationen bei Fahrzeugen

Bei mobilen Robotern übernehmen Sensoren eine zentrale Rolle, um die einzelnen Prozessschritte zuverlässig und sicher auszuführen. Für unterschiedlichste Funktionen – von der Erkennung einer vorhandenen Ladung über die Bestimmung einer definierten Hubposition bis hin zur Aktivierung eines integrierten Transportbands für Be- und Entladevorgänge – sind präzise Sensorsignale erforderlich.

Da mobile Roboter überwiegend batteriebetrieben und auf maximale Flexibilität ausgelegt sind, spielen kompakte Bauformen, geringes Gewicht sowie ein niedriger Energieverbrauch der eingesetzten Sensorik eine entscheidende Rolle. 


Sensor-Applikationen im Detail

Laserpositionssensor AMS 100 fuer Hubachse auf Fahrerlosem Stapler mit Palette

1. Vertikale Positionierung des Lastaufnahmemittels

Anforderung:

Für die zuverlässige Ein- und Auslagerung der Palette oder des Behälters muss das Lastaufnahmemittel des FTS oder mobilen Roboters genau und wiederholsicher in der richtigen Höhe positioniert (Hubachse) werden.

Lösung:

Das Laser-Positioniersystem AMS 100 liefert alle 2 ms Messdaten mit einer absoluten Genauigkeit von ± 2 mm. Die Daten können über unterschiedlichste Schnittstellen an die Steuerung übergeben werden.

Integrierter Lichttaster HT zur Ladungserkennung auf AGV, AMR

2. Anwesenheits- / Positionskontrolle zur Lokalisierung der Palette

Anforderung:

Nach Übernahme des Behälters/ der Palette auf das FTS oder den mobilen Roboter ist zu prüfen, ob der Ladungsträger korrekt aufgesetzt wurde. Dazu soll an einer oder mehreren definierten Positionen die Anwesenheit der Ladung geprüft werden. 

Lösung:

Die kompakten Lichttaster HT 3C oder HT 23 detektieren durch die aktive Hintergrundausblendung und die Fremdlichtfestigkeit zuverlässig Ladungsträger. Die Serie HT 3C umfasst Varianten für robuste Lösungen, z. B. für die Erkennung von farblich strukturierten Objekten, Objekten mit Durchbrüchen oder mit hochpolierten Oberflächen.

Lichttaster HT3C zur Feinpositionierung der Hubvorrichtung und Lueckenerkennung am Palettenfuss

3. Feinpositionierung der Gabel

Anforderung:

Für eine automatische Aufnahme einer Palette oder Gitterbox durch die Gabel der Hubvorrichtung müssen die Zwischenräume der Füße erkannt und deren Zugänglichkeit detektiert werden.

Lösung:

Kompakte Lichttaster wie HT 3C detektieren Objekte materialunabhängig und eignen sich durch die präzisen Schaltpunkte auch zur Feinpositionierung, z.B. im Regalfach.

Lichttaster oder Distanztaster ODT25C zur Positionsbestimmung der Palette auf dem Lastaufnahmemittel

4. Bestimmung der Ladungsposition auf der Gabel

Anforderung:

Für die zuverlässige Aufnahme einer Palette oder Gitterbox ist es nötig den jeweiligen Abstand zwischen Stirnwand der Hubvorrichtung und Palette zur Steuerung der Vorwärtsbewegung zu erfassen.

Lösung:

Die Distanztaster ODT 3 oder ODT 25 mit TOF- Technologie erkennen Farben und Oberflächen wiederholgenau. Die Technologie erlaubt hohe Reichweiten bis zu mehreren Metern mit hoher Winkeltoleranz.

Lichttaster HT3C zur Regalriegelerkennung im Lager fuer AGV oder Hubgabel

5. Erkennen der Riegelposition am Regal

Anforderung:

Zum korrekten Einlagern muss die Oberkante des Regalriegels, auf dem das Objekt abgelegt werden soll, angetastet werden.

Lösung:

In die Gabel integrierbare kompakte Lichttaster HT 3C mit präzisen Schaltpunkten eignen sich optimal für diese Aufgabe. Mit zwei Schaltpunkten ausgestattet können diese gleichzeitig auch zur Feinpositionierung auf der Gabel eingesetzt werden.

Kamerabasierter Positioniersensor IPS zur Feinpositionierung an automatischer Materialbergabe

6. Transportsteuerung an automatischer Übergabe

Anforderung:

Automatisierte Übergabestationen von mobil auf stationär und umgekehrt erfordern berührungslose Signale zum Start von Transportbändern für eine Übernahme.

Lösung:

Dazu eignen sich Einweg-Lichtschranken SR 5B. Die kompakten Sensoren sind fremdlichtunempfindlich und durch das gut sichtbare Rotlicht leicht auszurichten.

Integrierter Lichttaster HT zur Ladungserkennung auf AGV, AMR

7. Anwesenheit des Transportguts

Anforderung:

Für eine zuverlässige Übernahme muss überwacht werden, ob das Transportgut vollständig auf oder vom AMR / FTS transportiert wurde.

Lösung:

Leicht integrierbare Miniatur-Reflexionslichtschranken PRK 23 oder PRK 5B mit Fremdlichtunterdrückung arbeiten besonders zuverlässig.

Kamerabasierter Positioniersensor IPS zur Feinpositionierung an automatischer Materialbergabe

8. Hochpräzise Feinpositionierung für die Übergabe

Anforderung:

In manchen Anwendungen ist eine extrem genaue Positionierung zur Materialübergabe nötig, z.B. für eine erschütterungsfreie Übernahme empfindlicher Objekte.

Lösung:

Der kamerabasierte Positionssensor IPS 200 ermittelt die Position zu einem Marker mit einer hohen Genauigkeit bis 0,1 mm. Abweichungen werden über ethernetbasierte Schnittstellen ausgegeben zur Nachsteuerung des Lastaufnahmemittels bzw. FTS.


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Häufige Fragen zur Detektion bei mobilen Robotern

Für eine automatische und störungsfreie Ein- bzw. Auslagerung oder Übergabe von Ladungsträgern (z. B. Paletten oder Behältern) in Regalsysteme oder definierte Lagerpositionen ist eine präzise und wiederholgenaue Positionierung des Lastaufnahmemittels erforderlich. Die Gabel eines FTF muss dabei exakt auf die erforderliche Höhe und Position ausgerichtet werden, um eine zuverlässige Aufnahme und Ablage der Ladung zu gewährleisten.

Die eingesetzte Sensorik muss dabei unabhängig von unterschiedlichen Lastgewichten sowie wechselnden Umgebungsbedingungen eine konstante Funktion sicherstellen.

Für die präzise Positionserfassung der Hubachse kommen in diesem Anwendungsbereich insbesondere Seilzuggeber und optische Abstandssensoren zum Einsatz. Eine hohe Messgenauigkeit sowie eine verschleißfreie und zuverlässige Funktion der Sensorik sind entscheidend für einen störungsarmen und effizienten Betrieb.

Typischerweise werden hierfür Laserpositioniersysteme eingesetzt, die die ermittelten Positionswerte kontinuierlich erfassen und direkt an die Fahrzeugsteuerung übermitteln. Dadurch kann die Hubbewegung exakt gesteuert und eine wiederholgenaue Positionierung des Lastaufnahmemittels sichergestellt werden.

Für die präzise Erfassung der Y-Position, beispielsweise der Gabelposition, werden üblicherweise messende Distanzsensoren wie der AMS 100 eingesetzt. Diese erfassen die Position mit millimetergenauer Genauigkeit und ermöglichen eine exakte Regelung der Hubbewegung. Diese Anwendung wird häufig als Liftpositionierung bezeichnet.

Für die zuverlässige Erkennung von Objekten oder Kanten im Nahbereich und an definierten Positionen eignen sich Lichttaster mit Hintergrundausblendung. Diese ermöglichen eine präzise Detektion unabhängig von der Position des Hintergrunds.

Bei größeren Erfassungsdistanzen kommen Time-of-Flight-Sensoren (ToF) zum Einsatz. Für Anwendungen mit variablen Abständen werden hingegen messende Sensoren bzw. Distanzsensoren verwendet, die eine kontinuierliche Abstandserfassung und eine flexible Auswertung der Messwerte ermöglichen.